Die kleinen Siedlungen mit Charakter

  • Apremont

    Apremont

  • Nieul sur l'Autise

    Abtei Saint Vincent in Nieul sur l'Autise

  • Faymoreau

    Kapelle Faymoreau

  • Foussais Payré

    Foussais-Payré

  • Foussais Payré

    Foussais-Payré

  • Mallièvre

    Mallièvre

  • Mouchamps

    Mouchamps

  • Petites cités de caractère

    Die kleinen Siedlungen in der Vendée

  • Vouvant

    Mélusine Turm in Vouvant

  • Vouvant

    Kirche in Vouvant

Das Prädikat "Petites Cités de Caractère" wird Kleinstädten und Dörfern verliehen, die über ein besonderes architektonisches Kulturerbe und eine wunderbare Landschaft verfügen. Apremont, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt, Mallièvre und Mouchamps in der Knicklandschaft, Vouvant, Faymoreau, Foussais-Payré und Nieul sur l'Autise im Süden der Vendée sind Beispiele für die Vielfalt der Vendée.

Apremont liegt etwa 20 Kilometer von der Küste entfernt in einer wunderbaren natürlichen Umgebung. Die Landschaft wird vom Küstenfluss Vie durchzogen und weist ein zerklüftetes Relief auf. Die beiden Türme des Renaissance-Schlosses ragen stolz aus dem Ortszentrum. Der Besichtigungspfad zum Entdecken des Kulturerbes führt durch enge Gassen, vom Waschplatz, der gallo-romanischen Brücke, hin zu Logis und Unterkünften und zur Kirche (aus dem 20. Jahrhundert) und zum Rundweg mit Blick über die Stadt.

Das Dorf Mallièvre überragt das sprudelnde Wildwasser der Sèvre Nantaise, und wurde auf einer Felsklippe errichtet. Hinter jeder Kurve und an jeder schönen Steinbrücke kommt der Charme zum Tragen: man findet Überreste des mittelalterlichen Schlosses, wunderschöne Herrenhäuser, und Häuser, die auf Granit errichtet worden sind; hohe Mauern aus Trockenstein, die Venelles, blühende Steingärten... Das einstige Weberdorf hat diese Tätigkeit, die Wohlstand ins Dorf gebracht hat, bis heute nicht vergessen.

Die kleine Ortschaft Mouchamps inmitten der Knicklandschaft der Vendée liegt auf einem Felsvorsprung hoch über dem Fluss Petit Lay. Die Kirche, einst die Kapelle der Festung, belegt die frühere mittelalterliche Siedlung, in der einst eine Festung stand. Mehrere Häuser haben sich Elemente aus der Renaissance erhalten und stehen unmittelbar neben Bürgerhäusern aus dem 19. Jahrhundert. In Colombier, der Wiege der Familie Clemenceau ruht der Tiger seit 1929 neben seinem Vater.

Die mittelalterliche Siedlung Vouvant ist von Festungsmauern umgeben und liegt in einer engen Flussschlinge. Dieses malerische kleine Dorf ist von Legenden gezeichnet, mit dem alten Bergfried, der, wie die Legende besagt, in nur einer Nacht von der Fee Mélusine erbaut wurde. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und verfügt über ein bemerkenswertes Portal mit Säulenelementen, die von wunderschönen gehauenen Wölbungen überragt werden. Die Gassen, die von Häusern in den verschiedensten Baustilen gesäumt werden, bringen das idyllische Leben in diesem kleinen Ort zum Ausdruck, der nur wenige Schritte vom Staatsforst Vouvant-Mervent entfernt liegt.

An einem Tag im Jahre 1827 entstand in unmittelbarer Nähe des alten Dorfes Faymoreau eine Bergmannssiedlung inmitten einer wunderschönen Knicklandschaft. 130 Jahre lang wurde hier intensiver Bergbau betrieben. Heute lässt die Zeche Erinnerungen sprechen: Bergarbeitersiedlungen mit geradlinigen Fassaden, Arbeitergärten, Anglerpontons am Ufer des Teiches. In der alten Bergarbeiterkapelle würdigen die zeitgenössischen Glasfenster von Carmelo Zagari die Arbeit der Männer im Schatten. Das Museum ist im Schlafsaal der Glasarbeiter untergebracht und bringt die glorreiche industrielle Vergangenheit des Bergbaureviers in Faymoreau zum Vorschein.

Das Dorf Foussais-Payré liegt am Rande des Mervent Waldes und am Ufer des Vendée Flusses und legt Zeugnis von den beiden wichtigen Epochen der Baukunst ab. Die romanische Kirche wurde zwischen 1050 und 1100 errichtet und trägt auch heute noch die Spuren des hundertjährigen Krieges und der Religionskriege. Daneben zeichnet sich das Priorat, in dem derzeit das Rathaus untergebracht ist, durch wunderschöne Kamine und eine Holztreppe aus dem 17. Jahrhundert aus. Auch die Renaissance hat prestigeträchtige Gebäude hervorgebracht: das Haus François Laurent (1552), die Herberge Sainte-Catherine, Besitztum von François Viète (1540-1603), und die Hallen aus dem 16. Jahrhundert. Am Ortseingang von Payré-sur-Vendée erinnern die alten Kalkbrennöfen an die industrielle Tätigkeit im Ort im 19. Jahrhundert.

Die königliche Abtei in Nieul sur L'Autise wurde 1067 vom Gutsherren von Vouvant gestiftet und brachte einen zivilisatorischen Geist über die Region des Bas-Poitou. Heute stellt die Abtei von Aliénor ein besonderes Zeugnis für die Klosterarchitektur dar, mit seiner gehauenen Fassade und den Rundbögen, dem Kapitelsaal und dem romanischen Kloster, das im Westen als einziges noch vollkommen intakt ist. Nur wenige Schritte von hier entfernt leistet das neolithische Lager von Champ Durand seinen Beitrag zur lokalen Erinnerung, und die Wassermühle am Ufer des Autize-Flusses.